Was gibt’s Neues bei Querformat? (03.08.2012)

Veröffentlicht von Administrator (admin) am 24.5.2013
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Am Pfingstsamstag veranstaltete der Selbsthilfeverein für sozial und finanziell Benachteiligte Querformat im Prohliser Palitzschhof das letzte Open Air Konzert mit schätzungsweise 120 Gästen. In einer kurzen Rede bedankte sich der Vereinsvorstand bei Kooperationspartnern, Förderern, Sympathisanten, aber auch bei den Kritikern. Man verabschiedete sich aus dem Palitzschhof und dem bisherigen Kontakt- und Beratungsbüro des Vereins in der Gamigstraße 26. Weil der Hauptmieter das Gebäude aufgibt, verlor der Verein Querformat als Untermieter seine bisherige Arbeitsstätte. Damals konnte der Vorstand noch optimistisch verkünden, dass neue Räume in Aussicht sind, wenn auch nicht im Stadtteil Prohlis. Leider zerschlug sich dieses Angebot und der Verein wurde von heute auf morgen quasi obdachlos, keine leichte Situation für die aktiven Mitglieder des rührigen Vereines.

Aber jetzt ist endlich Land in Sicht. Dank eines in Aussicht gestellten Sponsoring der GAGFAH hat der Verein bald wieder die Möglichkeit, über die Beratungen zum Themenkomplex Hartz lV und die Ämterbegleitungen hinaus, sozial aktiv zu werden. Ein Grossteil der bewährten Konzepte können in den neuen Räumen verwirklicht werden. Allerdings lassen sich die soziokulturellen Veranstaltungen dort nur eingeschränkt anbieten. Vor allem die Konzerte müssen in Zukunft in anderen zusätzlich angemieteten Räumlichkeiten organisiert werden.
Das erste mal heißt es am 8. September in der JugendKunstSchule in der Gamigstraße 24 herzlich willkommen zum Livekonzert als „PlattenSpieler on Tour“. Das genaue Programm bleibt derzeit noch geheim.

In den neuen Vereinsräumen planen die Verantwortlichen des Selbsthilfevereins statt dessen Workshops, Kurse und Schulungen, beispielsweise zu folgenden Themen: Leben von und mit Hartz lV, Gesundheit, Kommunikation, Selbstorganisation, Krisenmanagement und Ehrenamt. Ein Selbsthilfe-Stammtisch ist eingedacht, bei dem man/frau zwanglos und unkompliziert Kontakte knüpfen, sich über Hilfsangebote informieren oder selbst solche anbieten kann. Vorträge und Lesungen runden das Angebot ab.

Damit ergeben sich wiederum vielseitige Beschäftigungsmöglichkeiten für die Ehrenamtlichen des Vereins, die so eine sinnvolle Tätigkeit zum Nutzen der Allgemeinheit ausüben und dadurch soziale Anerkennung finden können. Denn es ist das Erfolgsgeheimnis des Selbsthilfevereins, Bedürftige nicht nur kurzfristig zu beraten, sondern ihnen auch längerfristige Perspektiven aus der Isolation heraus auf zu zeigen.
Zu tun gibt es reichlich, denn die neuen Räume befinden sich quasi im Rohbauzustand. Bevor im September oder Oktober das „Kontaktzentrum Querformat e. V.“ eröffnet werden kann, muss tapeziert, gemalert, gebaut und gewerkelt werden.

Und zu aller erst fehlt noch die offizielle Zustimmung seitens des Ortsbeirates zur Umwidmung finanzieller Mittel der bisherigen Förderung seitens der Landeshauptstadt Dresden. Diese Finanzen sind notwendig für die Basiskosten der neuen Räume, für Betriebskosten, Strom-, Telefon- und Internetkosten, ohne die der Verein nicht arbeiten kann.

Hier also der Aufruf der Akteure des Vereins Querformat: Wer den Selbsthilfeverein unterstützen will, sei es als Spender von diversen Renovierungs- und Baumaterialien, wie Tapete, Farbe, Fliesen usw. oder durch eigene ehrenamtliche Arbeit beim Ausbau der neuen Räume und beim Umzug des Vereins Querformat, der ist herzlich eingeladen.
Und für alle Prohliser, für Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils und darüber hinaus, heißt es, noch ein wenig Geduld üben und Solidarität mit dem gemeinnützigen Verein Querformat zeigen, damit am Ende gilt: Was lange währt, wird endlich gut!



Lutz und Manuela Stein vom Vorstand des Querformat e. V.

 

Zuletzt geändert am: 30.5.2013 um 16:28:51

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